IGEB - Interessengemeinschaft der energieintensiven Basisindustrien
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  • Die Energiewende stellt vor allem jene Industrien vor grosse Herausforderungen, die sehr viel Energie benötigen. Höhere Energiepreise und neue Abgaben (was bei vielen Kleinkunden zu einer Verhaltensänderungen führen kann) sind für energieintensive Betriebe unausweichlich. Denn die diesen Produkten zu grundeliegenden physikalischen Prozesse sind kaum zu ändern. Stahl schmilzt erst bei über 1000 Grad Celsius und Zement muss bei 1400 Grad gebrannt werden und bei der Papierherstellung müssen 95% Wasseranteile verdampft werden, damit am Schluss 5% Papierfasern als Papier zurückbleiben. Dazu braucht es Energie und diese Energie wird heute schon äusserst wirksam eingesetzt. Sparmöglichkeiten in den Kernprozesses sind praktisch keine mehr vorhanden.

    Es gilt die Bedeutung der energieintensiven Branchen als Hersteller von innovativen Grundstoffen für die gesamte Wertschöpfungskette hervorzuheben. Ohne Zement und Ziegel sind bauliche Fortschritte und energieoptimierte Häuser nicht möglich. Ohne Glas würden nicht nur hochreine Verpackungen fehlen, es gäbe auch manche Beschichtung nicht, keine hochisolierenden Fenster etc. Ohne Stahl wäre vieles nicht möglich, was wir zu den technischen Errungenschaften zählen. Und ohne Papier wäre das kulturelle Gedächtnis und Leben massiv eingeschränkt wenn nicht sogar teilweise inexistent. Ganz abgesehen davon, dass in jedem Smartphone Spezialpapiere im Display und anderswo enthalten sind: Die wenigsten Menschen würden dies vermuten. Ohne Basischemie wären ganze Wertschöpfungsketten in Chemie und Pharma nicht denkbar.

    Was immer sich die Politik unter der Energiewende und der Energieversorgung 2050 vorstellen mag: Es darf nicht sein, dass die Basisindustrie dadurch auf der Strecke bleibt. Und es wäre auch unehrlich, diese Produkte nur noch zu importieren, aber alle Voraussetzungen zu vernachlässigen, damit diese Produkte auch im Inland hergestellt werden können. Angesichts eines offenen Wettbewerbs mit internationaler Konkurrenz ist es müssig, über Richtigkeit oder Falschheit einer sektoriellen Unterstützung zu diskutieren. Am Ende des Tages zählt einzig die Frage, ob diese Industrien mit den hierzulande gegebenen Rahmenbedingungen überleben können.

    Wir werden daher die politischen Weichenstellungen genau beobachten und immer wieder mahnend intervenieren, wenn mit unbedachten Politiken schnell etwas zerstört wird, das sich nicht mehr ersetzen lässt. Die Bedeutung der Basisindustrie ist europaweit und auch in der Schweiz zu zentral als dass sie leichtfertig auf's Spiel gesetzt werden darf.

    Die Marke "Energieintensiv"